100 Jahre Frauenwahlrecht beim Neujahrsempfang

 

Beim Neujahrsempfang der Stadt Mannheim im Rosengarten feierten Schulleiterin Marianne Sienknecht und die Gleichstellungsbeauftragten Monika Franke und Elke Hülter das 100-jährige Jubiläum des Frauenwahlrechts. Auch unsere ehemalige Schulleiterin Elsbeth Ruiner trat die Zeitreise mit Hilfe der Kostüme und Stellwände aus den Kreativwerkstätten unserer technischen Lehrerinnen Bettina Schroth und Ursula Mack an.

Der Erlös vom Verkauf der Kekse mit den Gesichtern und Namen berühmter Frauenrechtlerinnen fließt in unser Kilis-Projekt.

 

Justus-von-Liebig-Schule qualifiziert Ausbilderinnen aus Kilis (Türkei)

Die Stadt Mannheim setzt sich in Kooperation mit dem Mannheimer Arbeitskreis Islamischer Gemeinden (AKIG) gemeinsam für die Verbesserung der Bildungs- und Berufschancen von geflüchteten, syrischen Frauen in der türkischen Stadt Kilis ein.

In der Woche vom 04.-08.12.2017 wurden 15 türkische Ausbilderinnen aus Kilis (Türkei) an der Justus-von-Liebig-Schule weiter qualifiziert. Die Ausbilderinnen sollen in Kilis sowohl türkische als auch geflüchtete syrische Frauen aus- und weiterbilden. Das Projekt soll zu einer besseren Integration der syrischen Frauen führen.

Das „Train the Trainer Modul 1“ in der Justus-von-Liebig-Schule enthielt Weiterbildungsangebote für die Ausbilderinnen in folgenden Berufsfeldern: Frisör/Kosmetik, Textilverarbeitung Bäckerei und Kochen. Die Ausbilderinnen sind Frisörinnen oder haben Berufserfahrung in den Bereichen Textil oder Nahrung.

In der Woche in Mannheim sollten sie dazu lernen, wie man Handwerk in Praxis und Theorie vermitteln kann. „Wir haben gelernt, wie man Unterricht noch besser strukturieren kann“, sagte eine der jungen Frauen, die bei Frisörmeisterin Viktoria Hartmann im Workshop war. „Unsere Ausstattung ist nicht so gut wie hier und die Sprachbarriere zu den syrischen Frauen macht unsere Arbeit zur Herausforderung“, ergänzte sie.

Im Überwinden dieser Sprachbarriere haben die Lehrerinnen und Lehrer der Justus-von-Liebig-Schule sehr viel Erfahrung, weil sie schon seit Jahrzehnten Einwanderer und Flüchtlinge für den Arbeitsmarkt vorbereiten und ausbilden. „Mir war es wichtig zu vermitteln, wie man die Sprachbarriere in der Backstube überwinden kann“, betonte Bäckermeister Steffen Götz. Seine Arbeitsanweisungen mit Bildern und Videos teilt er mit den Ausbilderinnen aus Kilis im Internet. So bleibt der berufliche Kontakt bestehen und das Lehren und Lernen geht weiter bis im Frühjahr 2018 im Rahmen des „Train the Trainer Modul 2“ einige Lehrer und Lehrerinnen eine Woche in Kilis verbringen werden.  

Rhapsody in School – Konzert mit Felix Klieser

Unsere Schüler waren begeistert von der Musik und beeindruckt von der Leistung des Hornisten Felix Klieser. Für viele war es das erste Live-Erlebnis klassischer Musik.

Neben seinem Musikvortrag kam Felix Klieser mit den Schülern ins Gespräch und erzählte aus seinem Leben als Musiker. Besonders interessant ist seine Geschichte auch deswegen, weil er ohne Hände geboren wurde und sein Instrument deswegen mit den Füßen bedient.

Mitarbeit der 1BFT beim Projekt Kollektion Vielfalt

Die eigenen Fähigkeiten zu erkennen, ist der erste Schritt in die berufliche Zukunft!

Die Idee des Projekts war es, die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu unterstützen, eine Produktidee zu finden, Preise zu kalkulieren, die gefertigten Stücke zu präsentieren und zu verkaufen.

Kollektion Vielfalt – Workshop 1

 Mittwoch, der 27. September 2017 von 9.30 – 11.30 Uhr „Unsere Idee und unsere Produkte“  

Beim ersten gemeinsamen Treffen geht es um`s Kennenlernen, aber auch um die Vorbereitung für den Verkauf beim HandMAde Markt.

Kollektion Vielfalt – Workshop 2   

Mittwoch, der 11. Oktober 2017 von 9.30 – 11.30 Uhr

Das Thema ist „Preise und Präsentation“.

Samstag 21. Oktober 17 von 12 – 19 Uhr Tag der Umsetzung beim

HandMAde Markt, Kulturzentrum Forum, Neckarpromenade

Viele der handgemachten Arbeiten wurden beim „HandMade Markt“ im Forum verkauft.

Unter dem Bündnis „Kollektion Vielfalt“ des Business & Bildung Vereins haben sich Näher/innen  aus fünf verschiedenen Organisationen, darunter der Frauentreff, das Projekt „Upcycling“ des Jugendkulturzentrum Forums und die Justus-von-Liebig-Schule, zusammengetan, um ihre Kompetenzen und ihre nachhaltigen Produkte für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Wie man diese handwerklichen Kompetenzen erweitert, die eigenen Fähigkeiten stärkt und eine Erwerbstätigkeit erlangen kann, dafür setzt sich Margot Römmich, Geschäftsführerin des Vereins Business & Bildung, ein. Sie ist besonders stolz auf die erste Teilnahme von „Kollektion Vielfalt“ beim diesjährigen HandMade Markt: „Es gibt viele Talente, die man auf den ersten Blick nicht sieht. Dies ist ein erster Schritt, raus aus dem häuslichen Umfeld, hin zum Knüpfen von Kontakten, um die eigenen Kompetenzen sichtbar zu machen und zu erweitern.“

Kontakte knüpfen, Netzwerke aufbauen und nachhaltige Produkte vorstellen – dafür setzen sich René Seyedi und Katharina Pfeiffer, Mitarbeiter des Forums und Veranstalter des „HandMade Markt“, ein. „Wir wollen nicht das Konkurrenzgefühl, das an den Märkten vorherrscht“, erklärt Pfeiffer. An diesem Tag gehe es darum, berufliche Designideen und Konzepte sowie nachhaltige Produktionsmöglichkeiten von Textilien und Accessoires vorzustellen.

 

Besuch der Partnerschule in Toulon

Bericht über den Besuch der Partnerstadt Toulon und der dortigen Partnerschule der Justus-von-Liebig-Schule, des Lycée des métiers de l’hotellerie et du tourisme à vocation internationale Anne –Sophie Pic.

Seit Jahrzehnten besteht eine Schulpartnerschaft zwischen den beiden Schulen in Mannheim und Toulon, und jedes Jahr besuchen Schülerinnen und Schüler der Abteilung Ernährung die Partnerschule.

In diesem Jahr reisten insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler, angehende Eishersteller, Konditoren und Beiköche mit ihren Lehrern und einer Betreuerin des Förderbands für eine Woche in die Partnerstadt. Diese Reise hat der großzügige Zuschuss der Stadt Mannheim erst möglich gemacht. Dafür sagen wir : „Vielen Dank“.

Nach der Ankunft in der Unterkunft in La Londe les Maures am Morgen des 03.04. durften sich Schüler und Lehrer erst einmal von der anstrengenden Busfahrt durch die Nacht erholen, später die Gegend erkunden um dann, jede Gruppe in ihrem Appartement, ein Abendessen zu kochen.

Der Dienstag war unser Schultag an der Partnerschule Lycée des métiers de l’hotellerie et du tourisme à vocation international Anne –Sophie Pic. Viele Schüler kleideten sich extra für diesen Anlass. In der französischen Hotelfachschule tragen die Schülerinnen Kostüm, die Schüler Anzug, und wer nicht negativ auffallen wollte passte sich dieser Kleiderordnung also weitestmöglich an.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter ging es an die Arbeit.

Die Schülerinnen und Schüler wurden zwei Backstuben zugeteilt. Gemeinsam mit angehenden Boulangers/Patissiers stellten die Schüler verschiedene Brotspezialitäten sowie die die tarte du soleil her. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Schulkantine führten französische Schüler ihre deutschen Gäste durch die Stadt und zeigten ihnen die Schönheiten der Hafenstadt Toulon. Sie bewiesen nicht nur ihre Deutschkenntnisse sondern auch ihre Fähigkeiten als angehendeTourismusexperten.

Der Schultag endete gegen 18 Uhr. In der Unterkunft mussten alle noch für sich selbst kochen, wie jeden Tag, bevor alle ihre Freizeit genießen konnten.

Am Mittwochvormittag besuchten wir die Confiserie Florian in Le Pont du Loup wo wir uns die Herstellung von confierten Früchten, Bobons und Schokoladenspezialitäten anschauen konnten und später noch eine Parfumerie in Grasse, in der gezeigt wurde, wie aus Blüten duftende Essenzen hergestellt werden.

Sanary sur mer, ein Vorort von Toulon, sein täglicher Markt, seine Patisserien und sein Hafen standen für den Donnerstag auf dem Programm. Der kleine idyllische Ort mit seinen Gässchen und die vielen unbekannten Angebote auf dem Markt begeisterte die Schüler. Das südländisch-französische Warenangebot bereicherte die Fachkenntnisse der angehenden Nahrungsspezialisten. Die Patissiers kannten uns schon von den Jahren zuvor und so durften die Schüler auch hier hinter die Kulissen schauen und Fotos machen.

Natürlich kauften wir auch ein, feine Petits Fours, liebevoll in Kartons verpackt.

Da man vom Staunen und Zuschauen allein die Produkte nicht richtig einschätzen und die französischen Spezialitäten nicht wirklich kennenlernen kann, haben die begleitenden Lehrer am Abend für die Schüler ein Buffet mit südfranzösischen Spezialitäten zubereitet. Wer den Mut fand genoss hier sogar Austern.

Der Freitag stand dann schon wieder im Zeichen der Heimfahrt. Die Appartements mussten geputzt und geräumt werden, Lebensmittel für die Heimfahrt gekauft und gerichtet werden. Nach einem Picknick und einem Wettbewerb in Sandburgenbau fuhren wir am frühen Abend zurück nach Mannheim.

Obwohl keiner der Schüler ausreichende Französischkenntnisse hatte, gelang es ihnen, sich mit den Französischen Schülern auf den verschiedensten Wegen zu verständigen

Wenn der Rückgriff auf das gelernte Englisch nicht ausreichte, dann halfen Hände, Füße, Gestik und Mimik.

Barbara Türk

Dancing to connect – VABO-Schüler tanzen in Weinheim

Unsere Körper benutzen wir in jeder Sprache, die wir sprechen. Beim Tanztheaterprojekt Battery Dance lernten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Körpern zu sprechen.

Die Tanztrainer des Projektes „Battery Dance“ kommen aus New York und erarbeiten mit Schülergruppen an verschiedenen Standorten in ganz Deutschland Tanztheater-Stücke. Die Schülerinnen hatten 15-20 Stunden Tanztraining und entwickelten eine eigene Choreographie.

Bei der Aufführung in Weinheim am 20.10.17 waren Schüler unserer VABO-Klassen und Schüler der Helen-Keller-Schule Weinheim die Hauptakteure. Unsere Kollegin Zeynep Tan koordinierte und betreute das Projekt für die Justus-von-Liebig-Schule.

Ehemaliger Schüler erhält Verbandspreis der Bauwirtschaft

Unser ehemaliger Schüler Ahmad Karimi kam an die Justus, um Deutsch zu lernen. Jetzt erhielt er den Verbandspreis der Bauwirtschaft für die beste Zwischenprüfung aller Lehrlinge in Nordbaden. Aus Spechbach im Odenwald kam der Afghane jeden Tag mit Bus und Zug nach Mannheim an die Justus. „Er kam nicht an einem einzigen Tag zu spät und musste ja nicht nur die deutsche Sprache von Grund auf lernen, sondern auch unsere Schrift“, erinnert sich sein Lehrer Christian Schwab, der ihn auch für ein Praktikum bei der Schriesheimer Baufirma empfahl, bei der Karimi jetzt seine Lehre macht.

Artikel in der Rhein-Neckar-Zeitung

Weißwurstessen von „Flüchtlingen für Flüchtlinge“

Am 21.01.17 trafen sich über 100 Freunde, Förderer und auch viele Lehrer der Justus-von-Liebig-Schule im Foyer zum Weißwurstessen für einen guten Zweck. Eingeladen hatten die Flüchtlingsklassen der Einjährigen Berufsfachschule Ernährung.

Mit ihren Praxislehrern André Brehm, Rainer Kief, André Lipp und Ralf Strobl hatten die jungen Männer aus Gambia, Nigeria und Afghanistan Weißwürste und verschiedene vegetarische Spezialitäten gemacht. Der vegetarische Burger wurde sogar live vor den Augen der begeisterten Besucher zubereitet. Für einen Eintrittspreis von 20 Euro konnten sich die Besucher satt essen und etwas für die Flüchtlingshilfe spenden. Die Ausgaben für die Lebensmittel wurden vom Rotary Club Mannheim Rhein-Neckar gespendet. So kann der gesamte Erlös dem Flüchtlingsfonds der Justus-von-Liebig-Schule zugute kommen. Daraus wird zusätzlicher Sprachunterricht für die Flüchtlinge finanziert, weil die vier Stunden Deutschunterricht, die vom Ministerium für diese Schulart vorgesehen sind, natürlich nicht ausreichen.    Frau Ruiner bedankte sich bei den Gästen und warb um weitere Spenden. Sie betonte, dass die Öffnung der Einjährigen Berufsfachschulen für junge Menschen über 20 Jahre eine Chance für viele Flüchtlinge sein kann, Deutsch zu lernen und einen Ausbildungsplatz im Handwerk, vor allem im Bereich Ernährung und Gastronomie, zu bekommen. Außerdem werden Auszubildende für die Berufe Bäcker, Fleischer und Koch händeringend von den Unternehmen gesucht. Die Schüler bedankten sich auf ihre Weise bei den Spendern mit musikalischen Beiträgen aus ihren Heimatländern. Sie sangen und tanzten das Gambia-Lied in traditioneller afrikanischer Kleidung.