Besuch der Partnerschule in Toulon

Bericht über den Besuch der Partnerstadt Toulon und der dortigen Partnerschule der Justus-von-Liebig-Schule, des Lycée des métiers de l’hotellerie et du tourisme à vocation internationale Anne –Sophie Pic.

Seit Jahrzehnten besteht eine Schulpartnerschaft zwischen den beiden Schulen in Mannheim und Toulon, und jedes Jahr besuchen Schülerinnen und Schüler der Abteilung Ernährung die Partnerschule.

In diesem Jahr reisten insgesamt 19 Schülerinnen und Schüler, angehende Eishersteller, Konditoren und Beiköche mit ihren Lehrern und einer Betreuerin des Förderbands für eine Woche in die Partnerstadt. Diese Reise hat der großzügige Zuschuss der Stadt Mannheim erst möglich gemacht. Dafür sagen wir : „Vielen Dank“.

Nach der Ankunft in der Unterkunft in La Londe les Maures am Morgen des 03.04. durften sich Schüler und Lehrer erst einmal von der anstrengenden Busfahrt durch die Nacht erholen, später die Gegend erkunden um dann, jede Gruppe in ihrem Appartement, ein Abendessen zu kochen.

Der Dienstag war unser Schultag an der Partnerschule Lycée des métiers de l’hotellerie et du tourisme à vocation international Anne –Sophie Pic. Viele Schüler kleideten sich extra für diesen Anlass. In der französischen Hotelfachschule tragen die Schülerinnen Kostüm, die Schüler Anzug, und wer nicht negativ auffallen wollte passte sich dieser Kleiderordnung also weitestmöglich an.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den stellvertretenden Schulleiter ging es an die Arbeit.

Die Schülerinnen und Schüler wurden zwei Backstuben zugeteilt. Gemeinsam mit angehenden Boulangers/Patissiers stellten die Schüler verschiedene Brotspezialitäten sowie die die tarte du soleil her. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Schulkantine führten französische Schüler ihre deutschen Gäste durch die Stadt und zeigten ihnen die Schönheiten der Hafenstadt Toulon. Sie bewiesen nicht nur ihre Deutschkenntnisse sondern auch ihre Fähigkeiten als angehendeTourismusexperten.

Der Schultag endete gegen 18 Uhr. In der Unterkunft mussten alle noch für sich selbst kochen, wie jeden Tag, bevor alle ihre Freizeit genießen konnten.

Am Mittwochvormittag besuchten wir die Confiserie Florian in Le Pont du Loup wo wir uns die Herstellung von confierten Früchten, Bobons und Schokoladenspezialitäten anschauen konnten und später noch eine Parfumerie in Grasse, in der gezeigt wurde, wie aus Blüten duftende Essenzen hergestellt werden.

Sanary sur mer, ein Vorort von Toulon, sein täglicher Markt, seine Patisserien und sein Hafen standen für den Donnerstag auf dem Programm. Der kleine idyllische Ort mit seinen Gässchen und die vielen unbekannten Angebote auf dem Markt begeisterte die Schüler. Das südländisch-französische Warenangebot bereicherte die Fachkenntnisse der angehenden Nahrungsspezialisten. Die Patissiers kannten uns schon von den Jahren zuvor und so durften die Schüler auch hier hinter die Kulissen schauen und Fotos machen.

Natürlich kauften wir auch ein, feine Petits Fours, liebevoll in Kartons verpackt.

Da man vom Staunen und Zuschauen allein die Produkte nicht richtig einschätzen und die französischen Spezialitäten nicht wirklich kennenlernen kann, haben die begleitenden Lehrer am Abend für die Schüler ein Buffet mit südfranzösischen Spezialitäten zubereitet. Wer den Mut fand genoss hier sogar Austern.

Der Freitag stand dann schon wieder im Zeichen der Heimfahrt. Die Appartements mussten geputzt und geräumt werden, Lebensmittel für die Heimfahrt gekauft und gerichtet werden. Nach einem Picknick und einem Wettbewerb in Sandburgenbau fuhren wir am frühen Abend zurück nach Mannheim.

Obwohl keiner der Schüler ausreichende Französischkenntnisse hatte, gelang es ihnen, sich mit den Französischen Schülern auf den verschiedensten Wegen zu verständigen

Wenn der Rückgriff auf das gelernte Englisch nicht ausreichte, dann halfen Hände, Füße, Gestik und Mimik.

Barbara Türk